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Mehrfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser bauen oder sanieren: Beispiele und Erfolgsprojekte

Im Vergleich zu typischen Einfamilienhäusern stellen moderne Mehrfamilienhäuser Planer und Ingenieure oft vor deutlich komplexere Anforderungen. Wie eine durchdachte Tragwerksplanung, professionelle Energieberatung und eine kluge Grundrissgestaltung in der Praxis optimal zusammenwirken, sehen Sie anhand der folgenden Referenzprojekte.

Bei Fragen stehen Ihnen die Experten der Pitbau Ingenieure GmbH jederzeit beratend zur Seite.

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Eine solide Basis: Statik und Tragwerksplanung bei Mehrfamilienhäusern

Statische Überlegungen und eine qualifizierte Tragwerksplanung sind die Grundvoraussetzung für die Standsicherheit, Tragfähigkeit und Langlebigkeit eines Gebäudes. Abgesehen von der Lastableitung über mehrere Geschosse müssen bei Mehrfamilienhäusern meist weitere, spezifische Anforderungen an Brand-, Wärme- und Schallschutz berücksichtigt werden.

Unser Leistungsspektrum umfasst daher neben normkonformen Standsicherheitsnachweisen auch die Abstimmung mit allen Projektbeteiligten sowie die stichprobenartige Prüfung der Ausführung in kritischen Bauphasen.

Dass sich eine perfekt auf das jeweilige Gebäude zugeschnittene Statik auch wirtschaftlich auszahlt, macht unser erfolgreich realisiertes Projekt in der Barnimstr. 42 in Berlin-Friedrichshain besonders deutlich: Durch einen präzisen Windlastnachweis für das 36 Meter hohe Mehrfamilienhaus konnten wir die Anzahl der WDVS-Fassadendübel um 24,5 % reduzieren, mit direktem Effekt auf die anfallenden Baukosten, die Bauzeit und die Qualität der Dämmung.

Mehrfamilienhaus sanieren: Professionelle Energieberatung von Pitbau

Die Sanierung eines Mehrfamilienhauses geht mit einer Vielzahl technischer und wirtschaftlicher Entscheidungen einher, von der ersten Maßnahmenplanung bis zur Beantragung von Fördermitteln.

Als zertifizierte Energieberater begleitet die Pitbau Ingenieure GmbH diesen Prozess von der Ist-Analyse über die Erarbeitung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) bis zur energetischen Baubegleitung und dem Förderantrag bei KfW oder BAFA. Anhand unserer Referenzen und Beispielprojekte wird schnell klar, warum Sie die energetische Sanierung und Baubegleitung unbedingt in die Hände eines Experten geben sollten.

Für ein Mehrfamilienhaus in der Pankstraße 84–86 in Berlin haben wir zunächst einen iSFP für einen Gebäudekomplex mit 94 Wohneinheiten erstellt und dabei auch einen digitalen Zwilling des Objekts erarbeitet, um die einzelnen Sanierungsschritte präziser planen zu können. In der Lietzenburger Str. 3–9 in Berlin-Schöneberg haben wir wiederum einen Altbau mit 120 Wohneinheiten saniert und dabei vorab mehrere Optionen miteinander verglichen, sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht. Das Planungsergebnis stellt ein komplett modernisiertes Energieeffizienzhaus der Klasse 55 dar.

Eine Frage der Bauweise: Bewährte Grundrisse für Mehrfamilienhäuser

Während der Grundriss bei Einfamilienhäusern vor allem von der Lebenssituation der Bewohner und Bewohnerinnen abhängt, nehmen beim Bau von Mehrfamilienhäusern auch die Interessen des Eigentümers bzw. Vermieters eine entscheidende Rolle ein.

Anders als beispielsweise bei Gewerbebauten, wo sich Grundrisse mit großen, offenen Flächen, zentralen Sanitäranlagen und mehreren Zugängen bewährt haben, werden Mehrfamilienhäuser in klar abgetrennte, private Wohneinheiten mit eigenem Bad oder Küche unterteilt. Je nach Bausituation bieten sich folgende Grundrisse an, wie unsere Beispielprojekte anschaulich zeigen.

1. Grundriss eines 4-Parteienhauses

Ein zentrales Treppenhaus erschließt jeweils zwei Wohnungen pro Etage. Im Erdgeschoss besteht dabei häufig ein Zugang zum gemeinschaftlich genutzten Garten, während Ober- und Dachgeschosswohnungen stattdessen meist über einen Balkon verfügen.

Dieser kompakte Grundrisstyp minimiert Verkehrsflächen (also z. B. Flure und Treppenhäuser) zugunsten des tatsächlich nutzbaren Wohnraums. Gleichzeitig lässt die klare Struktur eine flexible Wohnungsaufteilung zu.

Ein typisches Beispiel für diesen Grundrisstyp ist das Neubauprojekt in der Karower Str. 35 in Panketal, direkt im Norden von Berlin – ein Mehrfamilienhaus mit 4 Wohneinheiten, für das wir die Statik und Tragwerksplanung übernommen sowie den Wärmeschutznachweis und den Energieausweis erstellt haben.

2. Grundriss bei Mehr-Generationenhäusern

Bei Mehr-Generationenhäusern setzen Architekten meist auf einen eher flexiblen Grundriss, der unterschiedliche Lebensmodelle unter einem Dach vereint. Das Erdgeschoss beherbergt hierbei oft eine größere Wohnung, während Dachgeschosswohnungen tendenziell kleiner ausfallen, ideal für Einliegerwohnungen oder zusätzlichen Wohnraum für eine weitere Familiengeneration. Damit beide Einheiten voneinander unabhängig bleiben, sind getrennte Zugänge, separate Versorgungsleitungen und ein schallgedämmter Deckenaufbau essenziell. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt unser Projekt in Juttastr. 3 in Berlin-Zehlendorf: ein Bestandsgebäude aus dem Jahr 1946, das um eine eigenständige Wohneinheit im Dachgeschoss erweitert wurde. Hierbei haben wir unter anderem die Bestandsdecke ertüchtigt und so den Grundstein für die Dachgeschossplanung gelegt.

3. Grundrisse von Häusern mit Staffelgeschoss (Penthouse)

Ein so genanntes Staffelgeschoss ist gegenüber den darunterliegenden Geschossen zurückversetzt und damit kleiner als die übrige Gebäudegrundfläche. Diese Rückstaffelung schafft großzügige Dachterrassen und verleiht dem Gebäude durch raumhohe Fensterfronten einen loftartigen Charakter. Planungsrechtlich ist das Staffelgeschoss in vielen Städten ein Mittel zur Nachverdichtung: Es lässt sich auf bestehende Gebäude aufsetzen, ohne das Straßenbild durch zusätzliche Vollgeschosse zu verändern. Bestandsdecken und Fundamente müssen auf die zusätzlichen Lasten geprüft und gegebenenfalls ertüchtigt werden.

Beim Dachgeschoss-Ausbau in der Wisbyer Str. 2 am Prenzlauer Berg sind wir daher wie folgt vorgegangen: Zum einen haben wir die Holzbalkendecke des Altbaus aus dem Jahr 1900 verstärkt und zum anderen die Deckenbalken teilweise durch Stahlträger ersetzt. Aus dem ungenutzten Dachraum konnten zwei Wohneinheiten mit dem typischen Charakter eines ausgebauten Berliner Dachgeschosses entstehen.

4. Mögliche Grundrisse bei schmalen Mehrfamilienhäusern

Bei wenig Platz, etwa auf einem schlauchförmigen Grundstück, werden die Wohnräume meist in Längsrichtung angeordnet. Küche und Bad liegen dabei häufig zur weniger belichteten Seite, Wohn- und Schlafräume zur bevorzugten Himmelsrichtung, idealerweise nach Süden oder Westen. Eine konsequente Planung ist hier wichtig, da es sonst passieren kann, dass die Wohnungen dauerhaft zu dunkel sind und sich somit schwerer vermieten lassen. Gleichzeitig stellt die schmale Gebäudegeometrie besondere Anforderungen an die Tragwerksplanung, da Decken- und Dachlasten über wenige Außenwände abgetragen werden müssen.

Als interdisziplinäres Ingenieursbüro unterstützen wir von Pitbau Sie gerne beim Bau oder der Sanierung Ihres Mehrfamilienhauses. Gemeinsam entwickeln wir statische Nachweise für Ihre individuelle Grundstückssituation, passend zu den baulichen Rahmenbedingungen – und unabhängig davon, „wie eng“ es am Ende wird.

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